Star Wars Nothing But Star Wars Mixtape

Konnte nur kurz den Trailer sehen und lass das mal hier, damit ichs nicht vergesse: anlässlich des 40jährigen Jubiläums von Star Wars hat Cinefamily TV einen 95minütigen Film mit schrägem Filmmaterial, Parodien, Fanfilmen, Interviews und noch mehr als Mixtape zusammengestellt. Wäre toll wenn der bis heute abend noch online ist, damit ich ihn auch noch sehen kann.

Außerdem: 40 Jahre! Und besser denn je!

Anti-Social

Jason Kottke hats Anfang Mai gemacht, ich hatte es mir schon länger mal vorgenommen und dann doch immer wieder nach Ausreden gesucht, um es verschieben zu können: letzte Woche habe ich weder Facebook noch Instagram genutzt. Facebook gehört normalerweise neben Feedly und Google Mail zu den Tabs im Browser, die immer offen sind, was an sich schon mal blöd ist wenn man daneben die Zahl der Benachrichtigungen angezeigt kriegt und diesen unterschwelligen Drang hat, kurz nachsehen zu müssen. Instagram habe ich mehrmals am Tag aufgerufen, die Timeline in Facebook mehrmals am Tag gecheckt – nicht weil mich wirklich interessieren würde, was dort gerade passiert, irgendwann wurde es ein fast unbewusster Reflex und eine irgendwo auch nicht mehr ganz so gesunde Handlung.

Also habe ich alle Apps vom Smartphone gelöscht und mich am Desktop ausgeloggt und erst vergangenen Montag nach sieben Tagen wieder einen Blick reingeworfen. Ist jetzt nicht die riesige Zeitspanne, ich weiß, andere machen das ständig, aber von „stündlich mehrmals“ auf „gar nicht“ halt ich schon für einen recht großen Schritt.

– Ich dachte, es würde schwieriger werden, war es aber nicht. Am ehesten hatte ich noch Probleme diesen Reflex zu unterdrücken, das Smartphone aus der Hosentasche zu befördern um wieder mal irgendeine Timeline zu checken.
– Bei Facebook hatte ich fast 90 Benachrichtigungen, die allermeisten von einer Seite, die ich mitbetreue. Der Rest waren zum größten Teil wie ich sie nenne „Engagement Notifications“, also von Facebook generierte Benachrichtigungen um mich dazu zu bewegen, irgendwas zu tun. Nicht eine einzige Benachrichtigung war wichtig.
– Niemand hat bemerkt, dass ich weg war. Wie gesagt, ist bei sieben Tagen auch nicht verwunderlich da ich sonst auch eher passiver Leser bin, nur sollte man sich klar machen dass das „Social“ in „Social Media“ schon lange nicht mehr vorhanden ist. Schon heute kriege ich ja mehr Inhalte von Facebook Seiten als von meinen Freunden in meinem Newsfeed angezeigt. Und zumindest in den Filter Bubbles, in denen ich mich bei Instagram bewege, kann man sich das Social auch gleich sparen.
– Wir sind in sozialen Netzwerken nur eine Statusmeldung, ein Foto, ein Link, vor allem sind wir aber alle austauschbar. So wie meine Abwesenheit nicht bemerkt wurde würde es so ziemlich jedem ergehen, denn wir halten nicht mehr aktiv Ausschau nach interessanten Inhalten sondern erwarten eigentlich, dass sie uns in die Timeline gespült wird. Ist übrigens auch nicht anders wenn man Facebook, Instagram und so weiter beruflich nutzt – es sind alles Werbekanäle geworden. Ist okay für mich, man sollte sich das halt nur klar machen.
– Instagram hab ich kurz am Rechner geöffnet und dann wieder geschlossen.

Und jetzt? Die Apps kommen wohl nicht mehr aufs Smartphone, es ist tatsächlich sehr angenehm sich mehr auf meine Umgebung einzulassen als auf ein kleines Display, und nichts ist so wichtig als das ich darauf sofort und jederzeit und überall reagieren müsste. Vermisst habe ich beide Plattformen in dieser Woche nicht, darauf verzichten werde ich natürlich trotzdem nicht, nur sagen wir mal zweckgebundener nutzen.

Und ich habe letzte Woche wieder mehr gebloggt. Ist doch auch was.

1Password adds Travel Mode to avoid border snooping

In Kürze: man legt verschiedene Vaults an und markiert diejenigen, die auf dem Geräten verbleiben sollen, als „safe for travel“. Wenn der Travel Mode aktiviert ist werden alle anderen Vaults von dem Gerät gelöscht und erst wieder hergestellt, wenn der Travel Mode deaktiviert wird. Grenzkontrollen können nicht erkennen, ob es noch andere Vaults gibt.

Ich weiß sowieso nicht mehr, wann fliegen eine angenehme Angelegenheit war. Aber es wird zunehmend anstrengender und nerviger, sich auf einen Flug vorzubereiten.

Photographers on Photographers: Evaluating the Sense of Personal Precariousness in Rineke Dijkstra’s „Beach Portraits“

Rineke Dijkstra hat den mit etwa 100.000€ dotierten Hasselblad Foundation International Award 2017 für ihr Lebenswerk gewonnen, was sie in der breiteren Öffentlichkeit etwas bekannter gemacht und, wie das bei solchen Gewinnen immer so ist, ihr auch viel Kritik und Unverständnis eingebracht hat. Kann man natürlich machen, wenn man Fotos nur oberflächlich betrachtet. Oder sich vielleicht mal damit beschäftigen. Der Beitrag von fototazo ist dazu ein sehr guter Einstieg.

Walker Pickering’s Nearly West

With his series Nearly West, Austin-based photographer Walker Pickering portrays Texas and the Southern United States in a way that evokes a time long past.

Meal würde ich mir sofort an die Wand hängen. Die ganze Serie gibt es in seinem Portfolio zu sehen.

Interview with Greg Miller

Predominantly using an 8×10 view camera, Greg Miller‘s photography utilizes street photography, found moments and portraiture to capture human relationships and a sense of suspended reality. In 2008, he received a Fellowship in photography from the John Simon Guggenheim Foundation. His work has appeared in numerous publications including The New York Times Magazine, New York Magazine, TIME, People, Fortune and LIFE.

Why Typography Matters — Especially At The Oscars

Ja gut, am Ende wurde auch der falsche Umschlag ausgehändigt, aber Benjamin Bannister zeigt hier gut auf, warum die Karten mit den Gewinnern der Oscars schlecht gemacht sind und ebenfalls zu der Panne mit der falschen Ankündigung geführt hat, und wie man es besser machen könnte. Gutes Design ist halt auch richtige Gewichtung.

Eigentlich habe ich für die Oscars nicht viel übrig, das letzte Mal, als ich die Verleihung gesehen habe, empfand ich es als eine furchtbar durchexerzierte Veranstaltung ohne Raum für Spontaneität, aber ich fand es interessant, dass in dem Zusammenhang ständig von einer peinlichen Panne gesprochen wird. Ärgerlich, klar, vermeidbar sowieso, aber peinlich? Dafür braucht es ja noch einen Empfänger, der es eben so empfindet, und ich fand die Situation ja eher erfrischend. Klar kommen da unterschiedliche Wahrnehmungen ins Spiel, aber vielleicht ist das ja auch ein kleiner Anfang für eine etwas lockerere Veranstaltung in den kommenden Jahren.

Privates

Durch Facebook zufällig erfahren, dass eine Bekannte von mir gestorben ist, und das schon vor einer ganzen Weile. Als ich vor ein paar Jahren noch regelmäßiger bloggte hatten wir über ihren damaligen Arbeitgeber etwas mehr miteinander zu tun, danach hat sich das alles im Sande verlaufen, aus den Augen aus dem Sinn eben. Was ja nicht weiter schlimm ist, man geht ja immer erst mal davon aus, dass es Bekannten gut geht, auch wenn man sich nicht mehr sieht oder das Leben des anderen verfolgt, was eine solche Nachricht natürlich umso überraschender und auch bestürzender macht. Es war ein Foto von ihr, hochgeladen von einer anderen Person, zusammen mit einer kleinen, persönlichen Anekdote. Hätte ich nicht per Zufall in diesem Moment Facebook offen gehabt, ich hätte es vielleicht gar nicht mitbekommen.

Über die Umstände weiß ich nichts.Klar, ich hätte einen gemeinsamen Bekannten fragen können, aber eigentlich kannten wir uns doch nicht so gut als dass es mir zustehen würde mehr darüber in Erfahrung zu bringen. Und so betroffen und nachdenklich es mich heute doch machte, so bin ich doch auch ein klein wenig froh darüber, dass wir noch nicht in einer vollständigen Post-Privacy-Gesellschaft leben und dass so etwas privates wie der Tod eines Menschen nicht unfreiwillig in der Öffentlichkeit landet.

Studioansichten

7 Earth-Size Planets Identified in Orbit Around a Dwarf Star

The planets orbit a dwarf star named Trappist-1, about 40 light years, or about 235 trillion miles, from Earth. That is quite close, and by happy accident, the orientation of the orbits of the seven planets allows them to be studied in great detail.

One or more of the exoplanets — planets around stars other than the sun — in this new system could be at the right temperature to be awash in oceans of water, astronomers said, based on the distance of the planets from the dwarf star.

Oh das ist alles so verdammt spannend! Trappist-1 wird übrigens als „ultracool dwarf“ bezeichnet weil er weniger Masse und eine deutlich kühlere Oberflächentemperatur als unsere Sonne hat. Bei der NASA dürfte man sich der Doppeldeutigkeit aber auch bewusst sein.