Man könnte ja auch mal wieder bloggen

Vor ein paar Tagen habe ich alle Fotos, die noch zur Veröffentlichung vorgesehen waren, bei Facebook auf einmal hochgeladen. Weil ich es leid bin mich jeden Tag damit beschäftigen zu müssen, zu überlegen welches Foto ich an diesem einen Tag zeigen möchte, obwohl ich doch weiß, dass es genauso wie hunderte andere Fotos durch die Timeline der Fans rauschen wird und in den Köpfen der meisten schon wieder vergessen ist sobald es vom Bildschirm verschwunden ist. Aus den Augen, aus dem Sinn. Es ist egal, es macht keinen Unterschied. Das ist okay, das ist der Sandkasten von Facebook und sie sagen eben, wie die Förmchen zu benutzen sind, und ich bin auf die Reichweite nicht angewiesen.

Vor etwa einer Woche sah ich im Instagram-Profil eines Bekannten das Bild einer Obdachlosen aus Berlin, darunter Kommentare wie „Inspiring“, „Damn nice shot“ oder „Super“ in Kombination mit einem lachenden Smiley. Es sind sinnentleerte Kommentare, die vermutlich automatisch unter Bilder gesetzt werden, das macht es aber nicht besser.
Ebenfalls vor ein paar Tagen habe ich aus Interesse ein paar andere Hashtags bei meinen Instagram-Fotos benutzt und spürbar mehr Likes bekommen. Mag ja sein, dass unter den Neuzugängen auch welche sind, denen mein Profil wirklich gefällt, aber wenn eine einfache Änderung von ein paar Hashtags ausreicht um mehr Reichweite zu erhalten frage ich mich ja doch, ob und wieviel die tatsächlichen Inhalte eigentlich noch zählen. Und dann erwische ich mich selber dabei, dass ich schon nicht mehr weiß, bei welchen Fotos ich gestern auf den Button mit dem Herz gedrückt habe. Ich bin eigentlich nicht besser.

Ultimately, it comes down to two things: ownership and control.

Last week, Twitter announced they’re shutting down Vine. Twitter, itself, may be acquired and changed in some terrible way. It’s not hard to imagine a post-Verizon Yahoo selling off Tumblr. Medium keeps pivoting, trying to find a successful revenue model. There’s no guarantee any of these platforms will be around in their current state in a year, let alone ten years from now.

Here, I control my words. Nobody can shut this site down, run annoying ads on it, or sell it to a phone company. Nobody can tell me what I can or can’t say, and I have complete control over the way it’s displayed. Nobody except me can change the URL structure, breaking 14 years of links to content on the web.
Andy Baio

Klar werde ich die Dienste auch weiterhin nutzen, aber Andy Baio hat die beiden gewichtigen Gründe genannt, dieses Blog vielleicht doch wieder zu reanimieren: zum einen laufe ich nicht Gefahr meine Daten zu verlieren, sobald irgendeinem Dienst mal wieder das Geld ausgeht, und zum anderen die Möglichkeit machen zu können, was ich will. Ich habe selber noch keinen richtigen Plan wie es hier weiter gehen könnte, aber sagen wir es mal so: mir schwirren ständig Gedanken im Kopf herum, und mein Feedreader ist seit mehreren Jahren mit hunderten Links gefüllt, für die es aber nie den richtigen Ort zur Ablage gab. Für den Anfang habe ich ein paar ältere Beiträge eingefügt, die sich bisher noch an unterschiedlichen Orten befanden.

Außerdem habe ich seit fast drei Jahren hier nichts mehr geschrieben, also könnte man ja auch mal wieder.

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