Ausdruck

Erinnert ihr euch noch? Im Juli hatte ich euch nach den eurer Meinung nach schönsten Blogbeiträgen gefragt, und jetzt endlich ist das Ergebnis in Form von Ausdruck da. Ja, ich bin ein kleines bißchen stolz auf mich.

Der Prozess

Der Prozess ist eigentlich schnell erzählt, Anfang Oktober habe ich mir die 30-Tage-Testversion von Adobe InDesign besorgt und diesen Zeitraum gleichzeitig als Deadline gesetzt. Die tägliche Arbeit mit Fireworks hat sicherlich dazu beigetragen, aber ich empfand InDesign als erstaunlich intuitiv zu bedienen – im Gegensatz zu Photoshop, dass ich bis heute nicht verstehe – und die Anzahl der wirklichen Rückfragen kann ich an einer Hand abzählen. Aus früheren Experimenten wusste ich bis zu dem Zeitpunkt nur, dass Bilder auf dem Monitor meistens anders aus dem Drucker kommen als erwartet, alles Weitere habe ich mir quasi unterwegs angeeignet, im Feedreader tauchen sowieso immer wieder mal Zusammenstellungen von Print-Tutorials auf. Ich weiss jetzt, was Bleed ist, Sludge, Schwarz ist nicht gleich Schwarz, Helvetica kann ich mittlerweile blind von Arial unterscheiden, finde den Glaubenskrieg darum aber immer noch doof, kann die wesentlichen Unterschiede bei Offset- und Digitaldruck benennen und noch viel mehr. Und guess what, es hat mir wirklich Spaß gemacht.

Das Ergebnis, Download & Ansicht

Und am Ende ist ein 48seitiges PDF dabei raus gekommen, 8 Megabyte groß für die Ausgabe am Bildschirm, auf Nachfrage könnt ihr auch gerne die 40 Megabyte große Version für den Druck bekommen. Gedacht für Digitaldruck, sollte aber auch auf Offsetmaschinen halbwegs vernünftig aussehen, wenn nicht gerade Recycling-Papier verwendet wird. Hoffe ich.

Den Download gibt es entweder auf der Projektseite, oder direkt hier. Falls euch PDFs nicht so liegen, bei Issuu gibt es das Ganze auch online.

Ein Wort zur Ansicht: Ausdruck war von Anfang an zum, naja, Druck gedacht und auch daraufhin gestaltet, d.h. euer PDF-Reader sollte, wenn möglich, auf die Anzeige von zwei Seiten gleichzeitig mit separatem Deckblatt eingestellt werden. Von Acrobat Reader und Foxit PDF Reader ab Version 3 weiss ich, dass sie es können, bei anderen… keine Ahnung.

Lasst mich wissen, wie es euch gefällt!

Print?

Eine Vorfinanzierung auf gut Glück kann ich mir nicht leisten, einerseits, weil ich überhaupt keine Idee habe, wer sowas wirklich haben will, andererseits, weil der Preis je nach Auflage zwischen 5€ und 8€ schwanken würde – der Preis, wenn keine Werbung enthalten ist. Wenn also wirklich etwas Gedrucktes zum Selbstkostenpreis dabei rumkommen soll müsste von eurer Seite aus ernsthaftes Interesse angemeldet werden. Und ihr wollt gar nicht wissen, was ich für die bisher einzige Ausgabe auf den Tisch gelegt habe…

Last but not least

Mein großer Dank geht an Nils Bokelberg, Anke Gröner, Johnny Haeusler und Max Winde von Spreeblick, Markus Herrmann, Stephie, S, René Walter und Marcel Winatschek, dass ich ihre Beiträge dafür verwenden durfte. An Jens Fersterra, der mir freundlicherweise die Nutzung des Bildes vom Treppenhaus des Tacheles als Cover gestattete, ebenso an Andreas Gawlowski für das Photo vom Berliner Tiefbahnhof. An die Twitterer, deren Prosa die Kopfzeilen ein wenig erheitern sowie #twitternWieBeiMuttern überhaupt ermöglicht haben. An alle, die ihre großartigen Bilder bei Flickr unter einer Creative Commons License veröffentlichen und mir damit die Nutzung ermöglicht haben.

Und an euch. Ich blogge jetzt seit vier Jahren, es macht mehr Spaß als je zuvor, ich habe so viele neue Menschen dadurch kennen gelernt, hatte so viele schöne Momente, die ich nicht missen möchte und wäre vermutlich nicht da, wo ich jetzt bin, wenn ich nicht vor vier Jahren gedacht hätte, ich müsste jetzt auch mal was ins Internet schreiben. Was wäre der ganze Aufwand hier wert gewesen, wenn ihr da draußen nicht bloggen und damit mein Leben irgendwie bereichern würdet? Richtig, gar nichts. Vielen Dank.